Paris: Die Fratzen von Notre-Dame

Fratzen finden sich an vielen Stellen der Fassade: als Wasserspeier, als Kapitell- und Pfeilerabschluss sowie in den Allegorien über die Verdammnis rund um die Bibel.

In allen Religionen sollen Fratzen die bösen Geister und Dämonen abwehren, so auch an christlichen Kirchen.
In der französischen Romanik sind die Fassadenfratzen außerdem ein Ausdruck der Islamfeindlichkeit, zurückzuführen auf die südfranzösischen Eroberungen der Mauren und Sarazenen bis ins 10. Jahrhundert hinein. Obwohl die muslimische Herrschaft in der Epoche der Gotik schon über 200 Jahre zurücklag, wurden noch im 13. Jahrhundert aus diesem Grund Fratzen platziert.