fliessende welten

wunderschöne poesie von misme, danke dir!!

Alles fließt, nichts steht je still,
Auch wenn´s das Ego anders will,
Muss es sich fügen in den Lauf,
Und dieser führt mal ab, mal auf.
Wie Kraut und Rüben es erscheint,
Doch tief im Innern ist´s vereint,
Durch Lebenskraft unbändig heftig,
Die vorwärts drängt unglaublich kräftig.
Sie ist´s, die das zusammenhält:
Den kunterbunten Lauf der Welt.

Wer ständig Gleiches gern genießt,
Den Abenteurer recht verdrießt,
Wo Vielfalt ist erforderlich,
Wirkt Einfalt zigfach hinderlich.
Mit gleichem Namen in der Welt,
Der Inhalt Qualität nicht hält.
Der eine strengt sich ehrlich an,
Der andre gibt den Scharlatan.

Das Sein, das Werden, das Vergehen,
Ist als Prozess stets zu verstehen,
So kommt man schließlich zu dem Schluss:
Keiner steigt zweimal in denselben Fluss.
All das passiert zur gleichen Zeit,
Im kleinsten Dorf und auch weltweit.
Wir mittendrin, wir sind dabei:
Panta rhei!

Deine Verbindung des Abstrakten mit dem Konkreten, die mannigfache Farbenvielfalt und die nach außen gerichteten, aber nach innen schauenden Augen, symbolisieren das Reflektieren des Daseins in seiner widersprüchlichen, einenden und trennenden Natur. Ein Prozess der Gleichzeitigkeit von Entstehen und Vergehen, den Du überzeugend in ein bravouröses Bild übersetzt hast!
LG Misme