weite und nähe, sie brauchen einander

mein bild wird begleitet mit wunderschöner poesie von misme, danke dir!

Mal wieder in die Ferne schweifen, so, als wollt´ man Sterne greifen,
Dann zurück nach Haus´, das macht des Lebens Farbe aus.
Die Weite, unerforscht und bunt, ist aller Neugier tiefster Grund,
So hell, so fröhlich und auch offen, Vielfalt, Austausch, Tiefe, Hoffen,
Dass Zukunft eine bessre wird, zugleich ein wenig auch verwirrt,
Heißt es doch Abschied vom Vertrauten, von vielem, auf das einst wir bauten,
Der Status quo reicht nicht mehr aus: Umbau im altvertrauten Haus.

Weiß ich dich in weiter Ferne, erträgt´s mein Herz nicht gut, nicht gerne.
Doch wird´s zu lang und viel zu nah, dann ist es plötzlich wieder da:
„Komm näher von mir weg“, das Herz am rechten Fleck,
Doch vorwärts nicht und nicht zurück, wie jemals findet man sein Glück?
Aber das meint Nähe nicht, dass Umklamm´rung sie anficht,
Und auch bei größter Weite, wünsch ich dich an meiner Seite.
Nur in der Ferne tief empfinden, heißt, sich der Nähe zu entwinden,
Viel Weite in der Nähe liegt, wenn Nähe Freiheit nicht verbiegt,

Wo Freiheit, braucht´s vor allem Güte, sie braucht´s, dass man sie auch behüte,
Um sich im Leben zu entfalten, fest zueinander stets zu halten,
Und füreinander einzusteh´n, macht Weite in der Nähe schön.
Ein Wechselspiel, das beiden nützt, weil es Entwicklung unterstützt
Und Farbe stets im Leben hält, egal, wie grad der Lauf der Welt.
Heut´ geht sie vor, dass er begleite, dann Rollenwechsel - sie beiseite,
Konkurrenzlos kreativ, das Miteinander endlos tief.

Dem Dualismus von Weite und Nähe, von Sehnsucht und Alltag, Verspieltheit und Trott im Labyrinth des Lebens hast Du mit fröhlichen, sich gegenseitig verstärkenden Farben, den konkreten Frauenfigurinen und dem amorphen Gebilde, das beide umgibt, eine hohe Dynamik verliehen.
LG Misme