aus meiner Sicht

Beschreibung

Kirche Maria Himmelfahrt in Aldersbach

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" Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert errichtet, eine erste Kirchenweihe fand Anfang des 13. Jahrhunderts statt. Seit ihrer Errichtung wurde die Kirche Maria Himmmelfahrt insgesamt fünfmal umgebaut. 1617 erfolgte der Abbruch des alten und der Bau eines neuen Chores. Seinen barocken Stil erhielt das Langhaus nach dessen Abbruch und Neubau unter Abt Theobald I. bis zum Jahre 1720 unter dem italienischen Baumeister Domenico Magzin. Die Innenausstattung haben die berühmten Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam im Jahre 1720 entworfen und fertiggestellt. Es ist das erste gemeinsame Werk des Malers Cosmas Damian Asam und des Stuckateurs Egid Quirin Asam. Die Innenausstattung wurde seither nicht restauriert, ist also original erhalten. Weitere bedeutende Meister waren die Bildhauer Joseph Matthias Götz, der die Altäre schuf und der Schöpfer der Kanzel Joseph Deutschmann. Der dreigeschossige Westturm erhielt 1755 eine spätbarocke Haube. Auch die Sakramentskapelle am Chorhaus ist ein Werk des fortgeschrittenen 18. Jahrhunderts.

Die Kirche wird immer prunkvoller, je näher man zum Hochaltar kommt. Die Deckenfresken des Cosmas Damian Asam stellen die Kirchenfeste im Jahreslauf dar mit der hervorgehobenen Rolle Marias im Erlösungswerk als Hauptthema. Im Westen beginnt die Erzählung mit Mariae Verkündigung. Bei dem über drei Joche sich erstreckenden Fresko im Mittelschiff fällt die Weihnachtsszene der Geburt Christi mit den anbetenden Hirten ins Auge. Über der Runinenszenerie öffnet sich der Himmel um Gottvater. Sehr wichtig ist außerdem die Schwalbe. Es heißt, wer sie nicht in besagtem Fresko gefunden hat, der habe Aldersbach nicht gesehen. Im Osten folgt die Auferstehung Christi. Die Chorgemälde berichten von der Himmelfahrt und der Ausgießung des Heiligen Geistes.

Der 1723 errichtete mächtige Hochaltar von Joseph Matthias Götz mit gedrehten Säulen birgt das Altargemälde einer älteren Anlage. Es wurde 1619 von Matthias Kagers geschaffen und zeigt die Vision des hl. Bernhard und dessen mystische Ernährung mit Mariä Milch. Die Apostelfürsten Petrus und Paulus flankieren das Altarbild. Auf dem vergoldeten Tabernakel steht eine Mondsichelmadonna von Johann Degler um 1620.

Zur Innenausstattung der Kirche gehören unter anderem 400 aus Holz oder Stuck gearbeitete Engel. Allein im oberen Bereich des Hochaltars finden sich 88 Engel als Strahlenkranz um die Trinität. Frater Kaspar Schreiber vollendete 1762 das Schnitzwerk des Chorgestühls mit Intarsienschmuck. Die aufwändigen Chorbogenseitenaltäre von 1728 und 1729 besitzen Gemälde von Johann Georg Bergmüller (Bergmiller): Heimsuchung und Kreuzabnahme. Schlichter sind die Nebenaltäre in den Seitenkapellen. Joseph Deutschmann vollendete die Kanzel 1748. Ihre Reliefs paraphrasieren die Bedeutung des Predigens.

Für 4,7 Millionen Euro wird die dem Freistaat gehörende Kirche von außen saniert. Es gibt große Entwässerungsprobleme, Holz ist wegen eindringender Nässe verfault. Das Kirchendach erhielt ein dichtes Unterdach, Balken wurden ausgetauscht, die Turmhaube abgenommen und ein Jahr lang am Boden statt in 60 Metern Höhe saniert. Neue Glocken wurden gegossen und inzwischen eingebaut. Ob die Front wieder wie Ursprünglich mit Gold bedekt sein wird ist noch unklar. Mit einer Fertigstellung kann aber nicht vor 2021 gerechnet werden. "

Textquelle: Wikipedia