Sheikh-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee (Ende meiner kleinen Serie)

Informationen über die Sheikh-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee

Die majestätische Sheikh-Zayed-bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee ist wahrscheinlich das eindrucksvollste religiöse und nationale Wahrzeichen von Abu Dhabi. Sie gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten architektonischen Schätzen der VAE – und zu den schönsten Moscheen der Welt. Ihr Bau wurde vom verstorbenen Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan, der auch liebevoll als „Vater“ der VAE bezeichnet wird, persönlich initiiert.

Die von den Einheimischen oft einfach als Große Moschee bezeichnete Sheikh-Zayed-bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee kann von der ersten Idee bis zur Verwirklichung als wahrhaftig „globales“ Projekt angesehen werden, da seine Architekten, Ingenieure, Lieferanten, sowie Materialien und Ausstattungen aus nahezu allen Erdteilen der Welt stammen: Italien, Deutschland, Marokko, Indien, Türkei, Iran, China, Griechenland und den VAE.

Die ursprüngliche architektonische Gestaltung der Moschee war marokkanischen Ursprungs. Im Verlauf des Bauvorhabens wurden jedoch auch andere Stilrichtungen hinzugefügt. Die Außenmauern weisen zum Beispiel einen traditionellen türkischen Stil auf. Für seine Architektur und Konstruktion kamen natürliche Materialien wie Marmor, Stein, Gold, Halbedelsteine, Kristalle und Keramiken zum Einsatz.

Die Sheikh-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee verfügt über 80 Kuppeln, die mit weißem Marmor dekoriert sind. Die Hauptkuppel hat einen Außendurchmesser von 32,7 Metern und misst innen eine Höhe von 70 Metern und außen 85 Meter. Nach Angaben des türkischen Forschungszentrums für islamische Geschichte, Kunst und Kultur ist sie damit die größte ihrer Art.

Die Moschee ist von 1.096 Säulen umgeben, und ihre zentrale Gebetshalle enthält weitere 96 Säulen. Diese sind mit mehr als 20.000 handgefertigten Marmorplatten versehen, in die Halbedelsteine wie Lapislazuli, Achate, Amethyste, Abalone-Muscheln und Perlmutt eingelassen sind. Die vier Ecken der Moschee werden von wunderschönen, 107 Meter hohen Minaretten überragt. Die Moschee ist von künstlichen Seen umgeben, die mit dunklen Fliesen ausgelegt sind und insgesamt 7.874 Quadratmeter umfassen. Der 17.000 Quadratmeter große Hof ist mit reich verziertem Marmor und Mosaiken ausgelegt. In den Seen spiegelt sich das faszinierende Abbild des Bauwerks, das nachts einen ganz besonderen Glanz ausstrahlt.

Der Innenraum der Moschee steht dem eindrucksvollen Äußeren in nichts nach. Die Gebetshallen werden von weißem italienischem Marmor mit eingelegten Blumenmustern verziert und die Innenwände sind mit dekorativen Glasmosaiken mit 24-karätigem Gold versehen. In der zentralen Gebetshalle befindet sich außerdem der größte handgewebte persische Teppich der Welt (7.119 Quadratmeter).

Ein weiteres Schmuckstück der Moschee sind die sieben mit 24-karätigem Gold verzierten Kronleuchter aus Deutschland, in die Tausende von Swarovski-Kristallen eingelassen sind. Der von der Hauptkuppel der Moschee herabhängende zentrale Kronleuchter ist vermutlich der größte der Welt. Er hat einen Durchmesser von 10 Metern, ist 15 Meter hoch und wiegt acht bis neun Tonnen.

Die Qibla-Wand weist eine Höhe von 23 und eine Breite von 50 Metern aus und ist relativ unauffällig gestaltet, um die Gläubigen beim Gebet nicht abzulenken. Die 99 Namen (Eigenschaften) Allahs sind auf der Qibla in traditioneller kufischer Schrift aufgedruckt und werden aus dem Hintergrund unmerklich durch faseroptische Lichtsysteme beleuchtet. 24-karätiges Gold, Blattgold und Goldglasmosaiken wurden auch in der Mehrab (der Nische in der Mitte der Qibla-Wand) und in den Halbmonden auf den Kuppeln benutzt.

Die Moschee verfügt über 80 Iznik-Platten, wunderschön dekorierte Keramikfliesen, die man sehr häufig in staatlichen und religiösen Gebäuden des osmanischen Reiches des 16. Jahrhunderts findet. Die Fliesen wurden vom türkischen Kalligrafen Othman Agha entworfen und traditionsgemäß per Hand gefertigt. In der gesamten Moschee finden sich drei unterschiedliche kalligrafische Stilrichtungen – Nasch, Thuluth and Kufi – die von Mohammed Mendi (VAE), Farouk Haddad (Syrien) und Mohammed Allam (Jordanien) gestaltet wurden.

In der Mosche finden bis zu 40.960 Gläubige Platz.
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