Kanzelblick in St. Lamberti

Die Lamberti Kirche in Münster [fc-foto:19729564]
Das Instrument „schwebt“ im Turmraum der Kirche und ist an einer Brückenkonstruktion befestigt: Zwischen den Pfeilern des Turmbauwerks wurden seitlich (Ost-West-Verbindung) zwei waagerechte Tragebalken eingefügt, von denen jeweils eine Stahlbrücke in den Turmraum führt, an denen das Orgelgehäuse angebracht ist. „Vorbild“ für diese Konstruktion war das Tragwerk der großen Orgel in der Lübecker Jakobikirche. Durch diese „Aufhängung“ im Turmraum kann sich der Klang auch in den Seitenschiffen der Kirche frei entfalten.

2006 wurde das Instrument generalüberholt und erweitert. Das Hauptwerk erhielt einen Tremulanten, das Pedal wurde um eine Kontraposaune 32′ (Extension der Posaune 16′) erweitert. Im Schwellwerk (III. Manual) wurden zwei weitere Register (Bordun 8′ und Vox Humana 8′ mit eigenem Tremulanten) aufgestellt, die vom IV. Manual (Trompeteria) aus anspielbar sind. Außerdem wurden Sup- und Superoktavkoppeln eingerichtet. 2008 wurde im Treppenaufgang zwischen Sakramentskapelle und Hochchor ein Glockenspiel mit 30 Röhrenglocken (d0-g2) installiert. Es wird von der Hauptorgel über Funkverbindung angesteuert.