"Die Burgruine..."

"Die Burgruine..."

...zu Kaysersberg.

Zum Schutz einer Wegstrecke ließ der Stauferkaiser Friedrich II. den günstig gelegenen Platz, an dem vermutlich bereits eine Burg gestanden hatte, vom kaiserlichen Schultheiß Wölflin erwerben und befestigen. 1293 erhielt Kaysersberg das Stadtrecht, nahm einen raschen Aufschwung und trat 1353 als Freie Reichsstadt dem Zehnstädtebund bei. Von dem hier ansässigen kaiserlichen Vogt Lazarus von Schwendi (1522–1584) wird erzählt, dass dieser, als Heerführer gegen die anrückenden Türken in Ungarn dienend, von dort die Tokajerrebe mitgebracht haben soll. Im Westfälischen Frieden 1648 fiel die Stadt an Frankreich und blieb fortan, außer zwischen 1871 und 1918, französisch. Seiner Privilegien beraubt, fiel Kaysersberg in weitgehende Bedeutungslosigkeit. Nach der Französischen Revolution hieß der Ort vorübergehend Mont-Libre. Heute ist die kleine Stadt mit ihrem Altstadtkern ein beliebtes Ausflugsziel.