der flüchtige schatten

das leben, poesie von misme

Gedankenverloren im Alltagstrott,
Hastig der Schritt, getrieben und flott,
Aus den Augenwinkeln kurz gestreift,
Erinnerung blitzt auf, noch ungereift,
Ein Schatten wohl, sanft wie ein Hauch,
Kribbeliges Gefühl erfüllt den Bauch.
Lebenszeit, dem Stundenglas entglitten,
Damals geliebt, am herben Ende gelitten?
Was wirbelt sich vorwärts hinauf ans Licht?
Ehemals wir waren dicht an dicht,
Poetischer konnte kaum etwas sein,
Im Heute verweilt nur ein schwacher Schein.
Erinnerung an das, was einmal war,
Im Jetzt wär´s zu eng und auch zu starr.
Erloschenes Feuer, abgelaufene Stunden,
Flüchtiger Schatten dreht einsame Runden.
Ein Bild beendet, der Kreis geschlossen,
Bekömmliches bis zur Neige genossen.
Schatten obwalten als diffuse Begleiter:
Kurz aufgemerkt, schon geht das Leben weiter.

Das flüchtige, kurze, aber erinnerungsträchtige Vorbeistreifen, das ihm innewohnende Zarte und innerlich Bewegende, bringt Deine Kunstwerk mit den gewählten Formen und Farben prägnant zum Ausdruck.
LG Misme